Berufspolitische Erfolge

Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit des BÜNDNIS KJP in der Kammerversammlung, im Vorstand der PtK NRW und bei den Deutschen Psychotherapeutentagen!

Unser verfahrens- und verbändeübergreifendes Bündnis erzielte bei der Kammerwahl 2014 ein hervorragendes Ergebnis und holte für den Wahlkörper der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen in der Kammerversammlung 15 von 17 Plätzen!

 

Mit diesem erfreulichen Ergebnis hatten wir unser Wahlziel erreicht und wurden wieder DIE Stimme der KJP in der Kammerversammlung der PtK NRW. Mit 15 Delegierten bilden wir die ZWEITSTÄRKSTE Fraktion.

 

 

Durch unsere Aktivitäten in der Kammerversammlung haben wir in der jetzigen Legislaturperiode erreicht, dass:

  • die Interessen der KJP durch unser Engagement und unsere Resolutionen sichtbar geworden sind
  • sich die von uns eingebrachten Schwerpunktthemen in Fachtagen und der Einrichtung einer Kommision formieren konnten
  • im März 2019 das 1. KJP-Symposium der PtK NRW mit großem Erfolg durchgeführt wurde

Und auf Bundesebene:

  • eine starke Präsenz unserer KJP-Interessen beim Deutschen Psychotherapeuten Tag (DPT)
  • die berufsrechtliche Gleichstellung der KJP und PP im Referenten-Entwurf zum neuen Psychotherapie-Gesetz
  • Familienfreundlichere Regelungen für berufspolitisch aktive Kolleg*innen
  • erste Veränderungen in der Eingruppierung der KJP im TVöD

 

 

In der Koalitionsvereinbarung wurde ein respektvoller Umgang der Berufsgruppen der PP und KJP miteinander, insbesondere die Benennung beider Gruppen auch im internen Dialog und die Anerkennung von Besonderheiten der Berufsausübung als PP, resp. KJP vereinbart.

Alle Beteiligten verpflichteten sich auf gegenseitigen Respekt im Umgang miteinander, auf Sachlichkeit und Transparenz in der Diskussion und bei Entscheidungen, auf Förderung von Konsens und Offenheit für kontroverse Debatten und sachgerechte Kompromisse.

 

Dies konnte die Koalition in den vergangenen 4 1/2 Jahren voll und ganz umsetzen und dabei auch in Handlungsfeldern, in denen Kompromisse notwendig waren, tragfähige Lösungen erarbeiten und umsetzen.

 

  • Die Stellungnahmen der PtK NRW zur Novellierung der Ausbildung sind konsentiert und vertraten auch unsere KJP-spezifischen Positionen wie: ausreichende Inhalte für die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen sowohl im Studium als auch in der Weiterbildung - Einbeziehung aller Bezugswissenschaften für eine Behandlung mit einem bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnis - ausreichende Praxisanteile während des Studiums im Kontext psychisch auffälliger Kinder und Jugendlichen
  • Die Koalition hat in dieser Legislaturperiode eine einkommensabhängige Beitragsordnung verabschiedet, von der in besonderer Weise KJP profitiert haben.
  • Das Thema Weiterbildung wurde vorsichtig und eher zurückhaltend angegangen.
  • Der Stellenwert der Patientenorientierung der PtK NRW ist nach wie vor in der Diskussion. Durch die Inanspruchnahme der Kammer durch Patient*innen und deren Vertreter*innen bleibt die Diskussion aktuell.

 

Durch die Wahl des 7köpfigen Vorstandes mit Herrn Gerd Höhner als Vorsitzenden hat die Koalition nicht nur innerhalb der Fraktionen, die den Koalitionsvertrag geschlossen haben, sondern auch mit den oppositionellen Mitgliedern der Kammerversammlung eine konstruktive und respektvolle Arbeitsatmosphäre geschaffen.

 

Die beiden Vertreter*innen des BÜNDNIS KJP im Kammervorstand Frau Conny Beeking und Herr Bernhard Moors konnten in vielen Bereichen unsere Anliegen einbringen und umsetzen.

 

Gemeinsam mit dem KJP-Ausschuss und dessen Vorsitzenden Herr Oliver Staniszewski fand am 9. März 2019 das 1. SYMPOSIUM für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie statt. Diesem ging eine Veranstaltung zum Thema KJP in Institutionen im Februar voraus, die Herr Rolf Mertens vom BÜNDNIS KJP mitverantwortlich durchführte.

 

Unser Anspruch an Transparenz der Kammerarbeit wurde und wird in regelmäßigen Regionalkonferenzen und Tagen der Neuapprobierten verwirklicht. In diesen Veranstaltungen stellte sich der Vorstand den Fragen und Kritiken der Mitglieder.

 

Frau Conny Beeking engagierte sich in besonderer Weise für die Frauenförderung in der Berufspolitik. Nach kontroverser Diskussion wurde im Deutschen Psychotherapeutentag eine Quotierung von Frauen in Gremien verabschiedet.

 

In den Resolutionen der Kammerversammlung zur Sicherung und dem Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung konnten wir erreichen, dass die Unterversorgung insbesondere im Ruhrgebiet in den besonderen Fokus gestellt und mittlerweile auch leichte Verbesserungen erkämpft wurden.

 

In den Resolutionen zur Psychotherapie-Richtlinie konnte das Bündnis KJP ganz wesentliche Forderungen speziell für KJP einbringen. Herr Bernhard Moors konnte als KJP-Vertreter in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bei den Verhandlungen zur Erneuerung der Psychotherapie-Richtlinie deutliche Verbesserungen für die Behandlung und Behandler*innen von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen erreichen.

In der Kammerversammlung vom 24.11.2018 wurde eine weitere von uns vorgelegte Resolution mit speziellen Forderungen zur Stärkung der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie verabschiedet.

 

Auch wenn der Tarif-Abschluss im öffentlichen Dienst für die Bereiche Kommunen und Bund nicht ganz unsere Forderung nach einer Eingruppierung in die Entgeltstufe 15 gebracht hat, so profitieren viele KJP von der neuen Einstufung in die Entgeltstufe 14.

 

Der Kammervorstand hat sich für eine verbesserte Versorgung von geflüchteten Menschen eingesetzt. In Kooperation mit dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge in Düsseldorf wurde eine Info-Veranstaltung mit der KN-NO organisiert, um die Kolleg*innen über das Verfahren der Ermächtigung einer gesonderten Behandlungserlaubnis zu informieren.

Es wurden spezifische Forbildungsveranstaltungen zur Behandlung u. a. von minderjährigen Geflüchteten angeboten.

 

Die psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Intelligenzminderung wird von der Kammer u. a. mit einer neu eingerichteten Kommission unterstützt.