Kammerwahl 2014

Schon ein hervorragendes Ergebnis bei der Kammerwahl 2014!

Unser verfahrens- und verbändeübergreifendes Bündnis hatte bei der Kammerwahl 2014 ein hervorragendes Ergebnis erzielt und für den Wahlkörper der Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeut*innen in der Kammerversammlung 15 von 17 Plätzen geholt!

 

Unser Dank galt allen Kolleg*innen, die uns mit ihrer Stimme ihr Vertrauen geschenkt hatten.

 

Insgesamt wurden 85 Delegierte in die neue Kammerversammlung der PTK NRW gewählt, davon 68 PP und 17 KJP. Unsere Vertreter*innen 2014-2019 in der Kammerversammlung waren:

 

Für Arnsberg: Oliver Staniszewski, Dr. Inez Freund-Braier und Dr. Birgit Breyer

 

Für Detmold: Hermann Maass

 

Für Düsseldorf: Petra Adler-Corman, Astrid Voß-Leibl, Bernhard Moors und Reinert Hanswille

 

Für Köln: A. Matthias Fink, Benedikta Enste, Markus Körner, Rolf Mertens, Annette Röseler und Marion Winterscheidt

 

Für Münster: Conny Beeking

 

Mit diesem erfreulichen Ergebnis hatten wir unser Wahlziel erreicht und wurden wieder die Stimme der KJP in der Kammerversammlung der PTK NRW. Mit der Aussicht auf vermutlich 15 Delegierte und damit zweitstärkste Fraktion konnten wir entsprechend selbstbewusst in die Koalitionsgespräche gehen.

 

Unseren Wahlversprechen verpflichtet haben wir uns für die benannten Ziele ins Zeug gelegt. Ein wesentliches Ziel dabei war, auf strukturelle Veränderungen in der Kammer hinzuwirken, um diese und die damit verbunden Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen und die Kammerversammlung mit ihren Ausschüssen stärker einzubinden.

 

Die KJP spezifischen Themen - berufspolitisch für unsere Heilberufsgruppe wie auch versorgungspolitisch für ein besseres Angebot für psychisch kranke Kindern und Jugendliche mit ihren Familien - erforderten eine eindeutige Verantwortungsübertragung im Vorstand an unsere Vertreter*innen. Diese wichtige Aufgabe übernahmen erneut Conny Beeking und Bernhard Moors.


Legislaturperiode 2014-2019

Ein starkes Bündnis KJP!

Die Fraktion der Kinder - und Jugendlichenpsychotherapeut*innen hatte in der letzten Wahlperiode - in einem für KJP insgesamt schwierigen Umfeld - die Interessen aller approbierten KJP in NRW als zweistärkste Fraktion in der Kammerversammlung vertreten, verbände- und verfahrensübergreifend!

 

Wir wussten aus Erfahrung - wie es sich auch in der letzten Wahlperiode gezeigt hatte -, dass es mehr als notwendig ist, dass eine eigene starke KJP-Fraktion die Interessen des Berufsstandes der KJP vertritt. Bei einer Zersplitterung in verschiedene Fraktionen würde eine zielgrichtete Interessensvertretung auch in der zukünftigen Kammerversammlung nicht möglich sein. Alleine zahlenmäßig (in der neuen KV würden es 25 KJP von 115 Sitzen sein) war und bleibt erkennbar, das eine eigene Mehrheit bei Abstimmungen nicht zu erreichen wäre.

 

Die Arbeit der Kolleg*innen, die Absprachen und Kooperation untereinander war kollegial sehr gut und von gegenseitigem Respekt getragen. Bei sachlichen Differenzen konnte aber immer ein konstruktives Ergebnis errungen werden.

 

Wir hatten uns - nicht zuletzt deshalb - entschieden, erneut ein starkes KJP Bündnis zu schmieden und zwar wieder verfahrens- und verbändeübergreifend.

Wir traten erneut in allen 5 Wahlbezirken an und hatten mehr als ausreichend viele engagierte Kolleg*innen gefunden, die sich wieder aktiv für den Heilberuf KJP und damit für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen inkl. ihres komplexen Bezugssystems einsetzen wollten.

 

Besonderes erfreulich war die Tatsache, dass es neben den `alten Hasen´, die sich zur Wiederwahl stellten, sehr viele neue und junge approbierte Kolleg*innen gab, die aktiv mitmachen wollten. Auch weil sie überzeugt waren und sind, dass der Einsatz für den Versorgungsbereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nur von uns in eigener Sache als KJP-Expert*innen zu leisten ist und wir uns eigen-ständig vertreten müssen und wollen.


Berufspolitische Erfolge 2014-2019

Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit des BÜNDNIS KJP in der Kammerversammlung, im Vorstand der PtK NRW und bei den Deutschen Psychotherapeutentagen!

Durch unsere Aktivitäten in der Kammerversammlung haben wir in der jetzigen Legislaturperiode erreicht, dass:

  • die Interessen der KJP durch unser Engagement und unsere Resolutionen sichtbar geworden sind
  • sich die von uns eingebrachten Schwerpunktthemen in Fachtagen und der Einrichtung einer Kommision formieren konnten
  • im März 2019 das 1. KJP-Symposium der PtK NRW mit großem Erfolg durchgeführt wurde

 

Und auf Bundesebene:

  • eine starke Präsenz unserer KJP-Interessen beim Deutschen Psychotherapeuten Tag (DPT)
  • die berufsrechtliche Gleichstellung der KJP und PP im Referenten-Entwurf zum neuen Psychotherapie-Gesetz
  • Familienfreundlichere Regelungen für berufspolitisch aktive Kolleg*innen
  • erste Veränderungen in der Eingruppierung der KJP im TVöD

 

In der Koalitionsvereinbarung wurde ein respektvoller Umgang der Berufsgruppen der PP und KJP miteinander, insbesondere die Benennung beider Gruppen auch im internen Dialog und die Anerkennung von Besonderheiten der Berufsausübung als PP, resp. KJP vereinbart.

Alle Beteiligten verpflichteten sich auf gegenseitigen Respekt im Umgang miteinander, auf Sachlichkeit und Transparenz in der Diskussion und bei Entscheidungen, auf Förderung von Konsens und Offenheit für kontroverse Debatten und sachgerechte Kompromisse.

 

Dies konnte die Koalition in den vergangenen 5 Jahren voll und ganz umsetzen und dabei auch in Handlungsfeldern, in denen Kompromisse notwendig waren, tragfähige Lösungen erarbeiten und umsetzen.

 

  • Die Stellungnahmen der PtK NRW zur Novellierung der Ausbildung waren konsentiert und vertraten auch unsere KJP-spezifischen Positionen wie: ausreichende Inhalte für die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen sowohl im Studium als auch in der Weiterbildung - Einbeziehung aller Bezugswissenschaften für eine Behandlung mit einem bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnis - ausreichende Praxisanteile während des Studiums im Kontext psychisch auffälliger Kinder und Jugendlichen.
  • Die Koalition verabschiedete eine einkommensabhängige Beitragsordnung, von der in besonderer Weise KJP profitieren.
  • Das Thema Weiterbildung wurde vorsichtig und eher zurückhaltend angegangen.
  • Der Stellenwert der Patientenorientierung der PtK NRW war und ist noch in der Diskussion. Durch die Inanspruchnahme der Kammer durch Patient*innen und deren Vertreter*innen bleibt diese aktuell.

 

Durch die Wahl des 7köpfigen Vorstandes mit Herrn Gerd Höhner als Vorsitzenden hatte die Koalition nicht nur innerhalb der Fraktionen, die den Koalitionsvertrag geschlossen hatten, sondern auch mit den oppositionellen Mitgliedern der Kammerversammlung eine konstruktive und respektvolle Arbeitsatmosphäre geschaffen.

 

Die beiden Vertreter*innen des BÜNDNIS KJP im Kammervorstand Frau Conny Beeking und Herr Bernhard Moors konnten in vielen Bereichen unsere Anliegen einbringen und umsetzen.

 

Gemeinsam mit dem KJP-Ausschuss und dessen Vorsitzenden Herr Oliver Staniszewski fand am 9. März 2019 das 1. SYMPOSIUM für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie statt. Diesem ging eine Veranstaltung zum Thema KJP in Institutionen im Februar voraus, die Herr Rolf Mertens vom BÜNDNIS KJP mitverantwortlich durchführte.

 

Unser Anspruch an Transparenz der Kammerarbeit wurde und wird in regelmäßigen Regionalkonferenzen und Tagen der Neuapprobierten verwirklicht. In diesen Veranstaltungen stellte sich der Vorstand den Fragen und Kritiken der Mitglieder.

 

Frau Conny Beeking engagierte sich in besonderer Weise für die Frauenförderung in der Berufspolitik. Nach kontroverser Diskussion wurde im Deutschen Psychotherapeutentag eine Quotierung von Frauen in Gremien verabschiedet.

 

In den Resolutionen der Kammerversammlung zur Sicherung und dem Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung konnten wir erreichen, dass die Unterversorgung insbesondere im Ruhrgebiet in den besonderen Fokus gestellt und mittlerweile auch leichte Verbesserungen erkämpft wurden.

 

In den Resolutionen zur Psychotherapie-Richtlinie konnte das Bündnis KJP ganz wesentliche Forderungen speziell für KJP einbringen. Herr Bernhard Moors konnte als KJP-Vertreter in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bei den Verhandlungen zur Erneuerung der Psychotherapie-Richtlinie deutliche Verbesserungen für die Behandlung und Behandler*innen von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen erreichen.

In der Kammerversammlung vom 24.11.2018 wurde eine weitere von uns vorgelegte Resolution mit speziellen Forderungen zur Stärkung der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie verabschiedet.

 

Auch wenn der Tarif-Abschluss im öffentlichen Dienst für die Bereiche Kommunen und Bund nicht ganz unsere Forderung nach einer Eingruppierung in die Entgeltstufe 15 gebracht hat, so profitieren viele KJP von der neuen Einstufung in die Entgeltstufe 14.

 

Der Kammervorstand hat sich für eine verbesserte Versorgung von geflüchteten Menschen eingesetzt. In Kooperation mit dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge in Düsseldorf wurde eine Info-Veranstaltung mit der KVNO organisiert, um die Kolleg*innen über das Verfahren der Ermächtigung einer gesonderten Behandlungserlaubnis zu informieren.

Es wurden spezifische Forbildungsveranstaltungen zur Behandlung u. a. von minderjährigen Geflüchteten angeboten.

 

Die psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Intelligenzminderung wurde von der Kammer u. a. mit einer neu eingerichteten Kommission unterstützt.


Das waren unsere Kandidat*innen für die Kammerwahl 2019

Es war uns auch zur diesjährigen Kammerwahl gelungen, viele engagierte und einsatzbereite Kolleg*innen für ein aktives Mitarbeiten in der Legislaturperiode 2019-2014 auf unseren Wahllisten zusammenzubringen.